Buttermilch lässt Kekse aufgehen und locker werden
Säuren in säuerlicher Buttermilch reagieren mit Backpulver. Es entsteht Kohlendioxidgas. Dieses Gas lässt Kekse zu wunderbar lockeren, zarten Köstlichkeiten aufgehen. Ein Wunder der Küchenchemie.
Kekse erhalten ihre typisch leichte Textur durch eine clevere chemische Reaktion. Die Milchsäure in säuerlicher Buttermilch vermischt sich mit Backpulver. Dabei wird Kohlendioxidgas freigesetzt. Dieses Gas erzeugt winzige Bläschen, die im Ofen expandieren. So gehen die Kekse dramatisch auf. Dieser schnell wirkende Prozess ist seit den 1840er Jahren ein Grundnahrungsmittel der südamerikanischen Küche. Damals wurde Backpulver weit verbreitet. Buttermilch macht den Teig auch zarter, indem sie Gluten abbaut. Das Ergebnis sind weichere, flockigere Kekse. Man kann diese Säure sogar mit Milch und Zitronensaft nachahmen, wenn man keine Buttermilch hat!