Trauben vergären mit natürlichen Hefen zu Wein
Wildhefen auf Traubenschalen wandeln Zucker auf natürliche Weise in Alkohol um. So werden zerkleinerte Trauben durch einen alten, einfachen und faszinierenden Prozess zu Wein.
Zerkleinerte Trauben verwandeln sich dank wilder Hefen auf ihren Schalen auf natürliche Weise in Wein. Diese mikroskopisch kleinen Pilze ernähren sich von Traubenzucker. Dabei produzieren sie Alkohol, Kohlendioxid und Wärme. Dieser alte Prozess benötigt nur Zeit und eine geeignete Temperatur. Er verwandelt süßen Saft in Wein, typischerweise mit 10-15% Alkohol. Die Weinherstellung begann um 6000 v. Chr. Sie wurde wahrscheinlich zufällig entdeckt, als Trauben in Tongefäßen vergessen wurden. Diese natürliche Alchemie bewahrt nicht nur Fruchtaromen. Sie schafft auch komplexe Düfte. Dies zeigt, wie die Mikrobiologie die menschliche Kultur seit Jahrtausenden prägt. Heute nutzen einige Winzer diese Wildhefen. Sie wollen die Artenvielfalt und einzigartige regionale Geschmacksrichtungen bewahren.