Vanilleschoten brauchen eine reifung für ihren geschmack

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Vanilleschoten brauchen eine reifung für ihren geschmack

Unreife Vanilleschoten durchlaufen eine sechsmonatige Reifung. Dabei werden Hunderte aromatischer Verbindungen, darunter Vanillin, freigesetzt. So werden sie zum zweitteuersten Gewürz der Welt.

Frisch gepflückte Vanilleschoten riechen nicht. Ihr berühmtes Aroma entsteht erst nach sechs Monaten Reifung. Diese aufwendige Methode beginnt mit Brühen und Schwitzen. Dies löst chemische Veränderungen aus. Dabei werden Verbindungen abgebaut. Vanillin und Hunderte anderer Aromastoffe werden freigesetzt. Sie erzeugen das komplexe Vanille-Bouquet. Anschließendes Trocknen und Konditionieren konzentriert die Aromen weiter. Die Schoten werden zu dem dunklen, biegsamen Gewürz, das wir kennen. Dieser sorgfältige Prozess erklärt den hohen Preis. Natürliche Vanille ist das zweitteuerste Gewürz der Welt. Sie kommt hauptsächlich aus Madagaskar. Über 95 % des Vanillearomas sind synthetisch. Nur natürliche Reifung erzeugt die nuancierten Noten. Diese werden in feinen Speisen und Parfüms geschätzt.

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