Heißes wasser kann schneller gefrieren als kaltes
Der Mpemba-Effekt beschreibt, wie heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefrieren kann als kaltes. Dieses kontraintuitive Phänomen fasziniert Wissenschaftler bis heute.
Überraschenderweise kann heißes Wasser manchmal schneller gefrieren als kaltes. Dieses Phänomen, bekannt als Mpemba-Effekt, wurde nach dem tansanischen Studenten Erasto Mpemba benannt. Er beobachtete es 1963 beim Eisherstellen. Schon antike Denker wie Aristoteles bemerkten es. Wissenschaftler diskutieren die genauen Gründe aber immer noch. Führende Theorien besagen, dass heißes Wasser schneller verdunsten könnte. Dies würde das zu gefrierende Volumen reduzieren. Auch ein geringerer Gehalt an gelösten Gasen wird vermutet. Konvektionsströme und Unterkühlungseffekte werden ebenfalls in Betracht gezogen. Dieses kontraintuitive Rätsel der Physik tritt nicht immer auf. Es hängt von Faktoren wie der Behälterform und der Ausgangstemperatur ab.