Bindungsstile können sich im Erwachsenenalter verändern
Frühkindliche Bindungen prägen zwar unseren Umgang mit Intimität, doch diese psychologischen Muster sind nicht starr und verändern sich oft bei großen Lebensumbrüchen.
Die Art und Weise, wie wir Bindungen eingehen, wird oft als festes Muster betrachtet, das bereits im Kleinkindalter entsteht. Die in den 1950er Jahren vom britischen Psychiater John Bowlby entwickelte Bindungstheorie besagt, dass die Verlässlichkeit einer Bezugsperson darüber entscheidet, ob ein Kind später sicher, ängstlich oder vermeidend in Beziehungen agiert. Jahrzehntelang glaubte man, dass diese Stile mit Erreichen des Erwachsenenalters in Stein gemeißelt seien.