Gefühl der Ausweglosigkeit bei Halluzinationen fördert Suizidgedanken
Nicht die Schwere von Halluzinationen bestimmt das Suizidrisiko, sondern das Gefühl, im eigenen Geist gefangen zu sein.
Jahrzehntelang konzentrierte sich die psychiatrische Diagnostik auf die körperliche Schwere von Symptomen. Man nahm an, dass die Häufigkeit oder Intensität von Halluzinationen das Wohlbefinden direkt bestimmt. Eine Studie mit 219 Personen mit nicht-affektiven Psychosen zeigt jedoch ein anderes Bild. Nicht die Symptome selbst sind der Hauptgrund für Suizidgedanken, sondern die dadurch ausgelöste emotionale Not und Angst.