Phobien können durch ein traumatisches Ereignis entstehen

Psychologie
Phobien können durch ein traumatisches Ereignis entstehen

Ein einzelnes traumatisches Ereignis kann schnell eine Phobie auslösen. Das Gehirn verknüpft Angst schnell mit neutralen Reizen durch klassische Konditionierung. Dieser Überlebensmechanismus kann neu verdrahtet werden.

Intensive, irrationale Ängste, Phobien genannt, können sich sehr schnell entwickeln. Oft reicht dafür ein einziges traumatisches Erlebnis aus. Dieses schnelle Lernen basiert auf klassischer Konditionierung. Das berühmte Little-Albert-Experiment von 1920 zeigte dies. Ein Baby fürchtete sich schnell vor einer weißen Ratte, nachdem diese mit einem lauten Geräusch gekoppelt wurde. Das Gehirn markiert potenzielle Gefahren sofort als Überlebensstrategie. Dies erklärt, warum spezifische Phobien, die 7-9% der Menschen betreffen, oft auf einmalige Ereignisse zurückgehen. Ein Hundebiss ist ein Beispiel. Dieses schnelle Einprägen hilft uns zu verstehen, warum Phobien bestehen bleiben. Es zeigt aber auch, wie Therapien wie die Expositionstherapie diese Angstreaktionen mit der Zeit neu verdrahten können.

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