Spitzensportler können das Blutvolumen ihres Herzens physisch verdoppeln
Ausdauertraining verwandelt das Herz in eine Hochleistungspumpe, die so groß ist, dass sie die Symptome einer schweren Erkrankung imitieren kann.
Ein ruhender Athlet kann pro Minute fünf Liter Blut durch seinen Körper pumpen. Dabei ist sein Herzschlag oft so langsam, dass er einen gewöhnlichen Notarzt alarmieren würde. Während ein normaler Ruhepuls bei etwa siebzig Schlägen liegt, kommen Elite-Radfahrer oder Läufer oft auf unter vierzig. Dies ist möglich, weil sich ihr Herz physisch vergrößert hat. Insbesondere die linke Herzkammer, die den Körper mit Sauerstoff versorgt, wächst um bis zu zwanzig Prozent. Durch diese strukturelle Veränderung stößt das Herz mit jedem Schlag eine gewaltige Menge Blut aus.