Neuplatoniker unterteilten Mythen in fünf Ebenen, um eine wörtliche Deutung des Göttlichen zu verhindern
Der neuplatonische Philosoph Sallustius entwickelte ein fünfstufiges Klassifizierungssystem für Mythen. Damit stellte er sicher, dass göttliche Geschichten als allegorische Wahrheiten und nicht als historische Ereignisse verstanden wurden.
Sallustius, ein Neuplatoniker des 4. Jahrhunderts, kodifizierte in seinem Traktat 'Von den Göttern und der Welt' ein strenges System. Er wollte verhindern, dass das Göttliche durch ein zu wörtliches Verständnis herabgewürdigt wird. Er unterschied fünf Ebenen: die theologische, physische, animistische, materielle und die gemischte Ebene. Ein physischer Mythos könnte etwa die Sonne als Apollon personifizieren, um Naturgesetze zu erklären.
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