Neptuns größter mond umkreist ihn rückwärts
Triton, Neptuns größter Mond, umkreist ihn rückwärts. Dies deutet auf eine Einfangung aus dem Kuipergürtel hin. Ein seltenes Phänomen, das Hinweise auf die chaotische Vergangenheit unseres Sonnensystems gibt.
Triton, Neptuns größter Mond, umkreist den Planeten rückläufig. Das bedeutet, er bewegt sich entgegen Neptuns Rotation und den meisten anderen Monden. Diese ungewöhnliche Bahn bestätigte die NASA-Sonde Voyager 2. Sie deutet darauf hin, dass Triton nicht mit Neptun entstand. Er wurde stattdessen gravitativ eingefangen. Wissenschaftler glauben, er stammte vor Milliarden von Jahren aus dem fernen Kuipergürtel. Dieses Ereignis formte Neptuns ursprüngliches Satellitensystem wahrscheinlich neu. Die Einfangtheorie gibt wichtige Einblicke in das chaotische frühe Sonnensystem. Zusätzlich ist Triton geologisch aktiv. Stickstoffgeysire stoßen bis zu 8 Kilometer hohe Fontänen aus. Das macht ihn zu einem der wenigen Monde mit Kryovulkanismus.