Lamarcks Theorie: erworbene Merkmale werden vererbt

Wissenschaft
Lamarcks Theorie: erworbene Merkmale werden vererbt

Jean-Baptiste Lamarcks Theorie von 1809 besagte, dass Organismen im Laufe ihres Lebens erworbene Merkmale erben. Diese bahnbrechende Idee prägte das frühe Evolutionsdenken vor Darwin.

Im Jahr 1809 schlug Jean-Baptiste Lamarck eine revolutionäre Idee vor. Organismen könnten im Laufe ihres Lebens erworbene Merkmale weitergeben. Er meinte, wenn ein Tier einen Körperteil häufig nutzte, würde dieses Merkmal stärker. Ein Beispiel ist eine Giraffe, die ihren Hals nach Blättern streckt. Dieses Merkmal würde dann an die Nachkommen vererbt werden. Dieses bahnbrechende Konzept wurde später von der modernen Genetik widerlegt. Es war jedoch die erste umfassende Evolutionstheorie. Sie stellte den Glauben infrage, dass Arten unveränderlich sind. So ebnete sie Charles Darwins Theorie der natürlichen Selektion den Weg. Dies geschah Jahrzehnte später. DNA-Mutationen steuern die Vererbung. Neuere epigenetische Forschung deutet jedoch auf subtile Umwelteinflüsse hin. Diese beeinflussen die Genexpression über Generationen hinweg.

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