Lokführer reduzieren Fehler durch Fingerzeige

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Lokführer reduzieren Fehler durch Fingerzeige

Indem japanische Zugführer Routineprüfungen in eine körperliche Handlung verwandeln, senken sie menschliche Fehler um 85 Prozent und sichern sekundengenaue Ankunftszeiten.

Wenn sich ein Shinkansen-Fahrer einem Tempolimit nähert, genügt ihm ein kurzer Blick nicht. Er deutet mit dem Zeigefinger direkt auf das Schild und spricht die Geschwindigkeit laut aus. Dieses ritualisierte Sicherheitssystem ist als 'Shisa Kanko' bekannt. Durch die körperliche Einbindung muss das Gehirn Informationen über mehrere Sinne gleichzeitig verarbeiten. So wird aus einer passiven Beobachtung eine bewusste Handlung.

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