Hohe Zölle können den Handel einer Nation um sechzig Prozent einbrechen lassen
Der Welthandel reagiert extrem empfindlich auf Kostenänderungen. Schon geringe Steigerungen der Importgebühren können einen massiven und unkontrollierten Zusammenbruch des Warenflusses auslösen.
Ökonomen nutzen die sogenannte Gravitationsgleichung, um Handelsströme vorherzusagen. Demnach kann bereits eine Zollerhöhung um nur ein Prozent einen Rückgang des gesamten Handelsvolumens um zehn Prozent auslösen. Wie volatil das System ist, zeigte sich in den 1930er-Jahren. Damals trug der Smoot-Hawley Tariff Act zu einem dramatischen Einbruch des Welthandels um 67 Prozent bei.