Saiten der Sitar erzeugen hypnotische Drohnen in indischer Musik
Die versteckten sympathischen Saiten der Sitar erzeugen einen kontinuierlichen, resonanten Drohn. Dieser bildet die harmonische Grundlage für indische klassische Ragas. Er verstärkt deren emotionale Tiefe.
Die Sitar ist ein ikonisches indisches Instrument. Sie nutzt versteckte 'sympathische' Saiten. Diese erzeugen einen kontinuierlichen, summenden Drohn. Elf bis dreizehn dieser Saiten liegen unter den Hauptsaiten. Sie sind auf die Noten des Raga gestimmt. Wenn der Musiker spielt, schwingen diese sympathischen Saiten subtil mit. Dies schafft eine harmonische Grundlage. Dieser Drohn ist nicht nur Hintergrundgeräusch. Er verankert die Musik. So können melodische Improvisationen gedeihen. Westliche Akkordfolgen werden dabei vermieden. Diese Technik wurde im 18. Jahrhundert verfeinert. Sie trägt zum meditativen, zyklischen Klang bei. Dieser ist zentral für indische klassische Traditionen. Er ermöglicht Zuhörern ein zeitloses Eintauchen.