Lungenfische überleben Dürren in Schlammkokons

Natur
Lungenfische überleben Dürren in Schlammkokons

Afrikanische Lungenfische überstehen schwere Dürren. Sie graben sich in Schlamm und bilden schützende Kokons. Dort verfallen sie in eine Trockenstarre. Dieser Ruhezustand hält sie monatelang am Leben.

Lungenfische sind alte Fische mit Kiemen und primitiven Lungen. Sie haben eine bemerkenswerte Überlebensstrategie für Dürren. Wenn Flüsse austrocknen, graben sich afrikanische Lungenfische in den Schlamm. Dort sondern sie einen Schleim ab, der zu einem schützenden Kokon aushärtet. In diesem luftdichten Unterschlupf verfallen sie in eine Trockenstarre. Dieser Ruhezustand ähnelt dem Winterschlaf. Ihr Stoffwechsel verlangsamt sich dabei dramatisch. So können sie monatelang, manchmal sogar jahrelang, ohne Nahrung oder Wasser überleben. Diese unglaubliche Anpassung entwickelte sich über 400 Millionen Jahre. Sie zeigt, wie diese Fische Wasser- und Landleben verbinden. Dies gibt Hinweise auf die frühe Wirbeltierevolution. Wenn der Regen zurückkehrt, bricht der Kokon auf. Der Lungenfisch erwacht und ist bereit zum Schwimmen.

In der App Weiterlesen
plus ein 3-Fragen-Quiz
In App öffnen

Das volle Erlebnis genießen

Täglich Wissen herunterladen