Warum menschenmengen uns weniger hilfsbereit machen

Psychologie
Warum menschenmengen uns weniger hilfsbereit machen

Der Bystander-Effekt besagt: In einer Menschenmenge helfen Personen in Notfällen seltener. Die Verantwortung verteilt sich unter den Zuschauern. Jeder nimmt an, jemand anderes wird handeln.

Der Bystander-Effekt zeigt: Einzelpersonen helfen in Notfällen seltener, wenn andere anwesend sind. Die Verantwortung verteilt sich unter den Zuschauern. Jeder nimmt an, jemand anderes wird handeln. Die Forscher John Darley und Bibb Latané untersuchten dies in den 1960er Jahren. Sie zeigten: Mit steigender Anzahl der Zuschauer sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand hilft, erheblich. Zum Beispiel meldeten Teilnehmer einen Anfall zu 85 Prozent häufiger, wenn sie allein waren. Dies war im Vergleich dazu, wenn sie dachten, andere hörten zu. Dieser Effekt zeigt, wie soziale Dynamiken prosoziales Verhalten behindern können. Dies wirkt sich auf Notfälle in der realen Welt aus. Interessanterweise kann eine direkte Bitte um Hilfe dieses Phänomen überwinden. Zum Beispiel: 'Sie im roten Hemd, rufen Sie 112 an.' Dies führt zu sofortigem Handeln.

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