Winzige ozeanische juwelen enthüllen die erdgeschichte

Wissenschaft
Winzige ozeanische juwelen enthüllen die erdgeschichte

Mikroskopische radiolarien bilden exquisite siliziumdioxid-skelette. Nach dem tod sinken diese in die ozeantiefen. Dort bilden sie riesige sedimentablagerungen. Diese enthüllen die alte meeresgeschichte der erde.

Radiolarien sind mikroskopisch kleine meeresorganismen. Sie bauen atemberaubende, juwelenartige skelette aus siliziumdioxid. Diese komplexen strukturen sind oft weniger als einen millimeter groß. Sie treiben im oberflächenwasser, bis die radiolarie stirbt. Dann sinken ihre leichten skelette langsam. Sie sammeln sich über millionen von jahren auf dem meeresboden an. Diese riesigen ablagerungen bilden ein natürliches archiv. Wissenschaftler können damit das vergangene klima und die ozeanbedingungen der erde rekonstruieren. Durch die untersuchung dieser alten skelette können wir verschiebungen in meeresströmungen oder vergangene eiszeiten aufdecken. Ihre vielfältigen designs entwickelten sich über 500 millionen jahre. Sie inspirierten sogar die verwendung einiger radiolarienreicher gesteine in der hochwertigen glasproduktion.

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