Krähen stellen Werkzeuge her, um verstecktes Futter zu finden
Intelligente Neukaledonische Krähen stellen Werkzeuge wie Haken aus Ästen her. Damit holen sie versteckte Insekten. Dies zeigt bemerkenswerte Problemlösungsfähigkeiten. Es stellt traditionelle Ansichten über tierische Intelligenz in Frage.
Neukaledonische Krähen sind sehr intelligent. Sie nutzen Werkzeuge, um Futter aus engen Spalten zu holen. Diese schlauen Vögel formen Stöcke zu Haken oder Sonden. Damit holen sie Insekten und Larven aus Baumrinde oder Blättern. So erreichen sie Stellen, an die ihr Schnabel nicht kommt. Dieses Verhalten wurde Ende des 20. Jahrhunderts erstmals in freier Wildbahn beobachtet. Es zeigt ihre fortgeschrittenen Fähigkeiten zur Problemlösung. Junge Krähen lernen diese Werkzeugherstellung, indem sie ihre Eltern beobachten. So werden wichtige Fähigkeiten über Generationen weitergegeben. In Experimenten haben Krähen sogar gerade Drähte zu Haken gebogen. Das beweist ihr Verständnis von Ursache und Wirkung sowie ihre Planung. Diese komplexe Denkweise zählt Krähen zu wenigen Nicht-Primaten. Sie stellt die traditionelle Ansicht in Frage, dass hohe Intelligenz auf Säugetiere beschränkt ist.