Im Mittelalter waren Sommerstunden länger als Winterstunden

Geschichte
Im Mittelalter waren Sommerstunden länger als Winterstunden

Vor der Erfindung mechanischer Uhren unterteilten europäische Städte das Tageslicht jahresunabhängig in gleiche Abschnitte. Dadurch dehnten oder verkürzten sich die Stunden je nach Sonnenstand.

Jahrhundertelang lebten die Menschen im mittelalterlichen Europa nach einem flexiblen System, den sogenannten kanonischen Stunden. Da der Tag basierend auf dem Sonnenstand in gleichmäßige Abschnitte unterteilt wurde, war die Länge einer Stunde nie festgelegt. Im Hochsommer konnte eine einzelne Stunde deutlich länger dauern als mitten im Dezember. Diese Dehnbarkeit machte es für Händler fast unmöglich, verlässliche Termine zu vereinbaren oder für Arbeiter, faire Löhne zu berechnen.

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