Manche Erbanlagen umgehen die Gesetze der Genetik
Forscher haben entdeckt, dass epigenetische Markierungen spontan entstehen oder zwischen Genkopien springen können. Damit setzen sie die klassischen Vererbungsregeln von Gregor Mendel außer Kraft.
Seit über einem Jahrhundert stützt sich die Biologie auf die mendelschen Regeln, um die Vererbung von Merkmalen zu erklären. Diese besagen, dass wir spezifische Genvarianten erben, die entweder dominant oder rezessiv sind. Eine Studie an drei Mäusegenerationen zeigt nun jedoch, dass etwa sieben Prozent der epigenetischen Muster diesen klassischen Regeln widersprechen. Diese chemischen Markierungen steuern, ob Gene aktiv sind, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern.