Bleidächer von Kathedralen bilden ihre eigene Schutzschicht
Mittelalterliche Architekten wählten Blei nicht nur wegen seiner Formbarkeit. Sie schätzten seine Fähigkeit, einen chemischen Schutzschild zu bilden, der fast tausend Jahre lang der Korrosion trotzt.
Als gotische Architekten die Dachstühle von Kathedralen wie Notre-Dame mit Blei verkleideten, wählten sie ein Metall, das sich quasi selbst instand hält. Blei ist bemerkenswert weich und schmilzt bereits bei 327 Grad Celsius. So konnten Handwerker es in dünne Platten hämmern, die sich perfekt an komplexe Steinformen anschmiegten.
Es gibt mehr zu lesen — öffne die App, um weiterzulesen.