Gerichte schützen die Pressefreiheit auch in Krisenzeiten
Rechtliche Präzedenzfälle aus den 1970er-Jahren verhindern bis heute, dass die Regierung den Informationsfluss unterbindet. So bleibt Transparenz ein wirksames Mittel gegen Machtmissbrauch.
Als der Oberste Gerichtshof 1971 über die Pentagon-Papiere entschied, setzte er eine hohe Hürde gegen staatliche Zensur. Er untersagte die sogenannte 'Vorab-Beschränkung', also das Verbot von Veröffentlichungen im Vorfeld. Richter Hugo Black argumentierte damals, dass die Presse den Regierten und nicht den Regierenden dienen müsse. Sie fungiere gerade in Krisenzeiten als unverzichtbarer Wachhund der Demokratie.