Erfolgreiche Krebstherapien können Jahre später unbeabsichtigt Zweittumoren auslösen
Effektive Krebstherapien können Jahre später Zweittumoren auslösen, indem sie Stammzellen genetisch schädigen. Dieses Phänomen tritt bei Langzeitüberlebenden in alternden Gesellschaften wie Japan immer häufiger auf.
Die therapieassoziierte akute myeloische Leukämie (tAML) verdeutlicht einen tragischen biologischen Kompromiss. Dieselben Behandlungen, die Primärtumoren vernichten, können tödliche Mutationen in gesundem Gewebe verursachen. Eine japanische Studie belegt nun eine steigende Zahl dieser Zweiterkrankungen. Ursache sind die Spätfolgen von Chemo- und Strahlentherapien auf blutbildende Stammzellen.