Schmetterlinge erinnern sich an ihre Raupenzeit
Schmetterlinge behalten überraschenderweise Erinnerungen aus ihrem Raupenleben. Dies geschieht, obwohl sich ihre Körper während der unglaublichen Metamorphose vollständig verflüssigen und neu formen.
Stellen Sie sich vor, Sie lösen sich in Flüssigkeit auf und formen sich neu. Und Sie erinnern sich trotzdem an Ihr früheres Leben! Genau das passiert in einer Puppe. Wissenschaftler entdeckten, dass Schmetterlinge Erinnerungen aus ihrer Raupenzeit behalten. Dies geschieht, obwohl sich ihre Gehirne komplett umstrukturieren. Forscher brachten Raupen bei, bestimmte Gerüche mit leichten Stromschlägen zu meiden. Überraschenderweise mieden die erwachsenen Schmetterlinge diese Gerüche immer noch. Dies deutet darauf hin, dass neuronale Informationen die unglaubliche Verwandlung überleben. Während der Metamorphose zerfällt der Körper einer Raupe weitgehend. Er wird zu einer nährstoffreichen Suppe. Spezielle Zellcluster, sogenannte Imaginalscheiben, überleben jedoch. Sie nutzen diese Suppe, um die neue Form des Schmetterlings zu bilden. Dieser erstaunliche Prozess dauert 10-14 Tage. Er schafft ein Lebewesen, das sogar angestammte Erinnerungen erben kann. Monarchfalter wandern zum Beispiel Tausende von Kilometern zu unbekannten Zielen.