Fußball war in England einst wegen zu großer Gewalt verboten

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Fußball war in England einst wegen zu großer Gewalt verboten

Mittelalterlicher Fußball, ein brutales und oft tödliches Spiel, wurde in England mehrfach königlich verboten. Gründe waren seine störende Gewalt und die Beeinträchtigung des Militärtrainings.

Bevor Fußball zum weltweit beliebtesten Sport wurde, war er in England wegen extremer Gewalt und Chaos wiederholt verboten. Könige wie Eduard II., Eduard III. und Heinrich IV. erließen Dekrete, die das Spiel untersagten. Sie befürchteten, es lenke Männer vom Bogenschießen ab, das für die Landesverteidigung unerlässlich war. Spiele konnten ganze Dörfer umfassen, sich über Meilen erstrecken und hatten wenige Regeln. Oft führten sie zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod. Diese königlichen Verbote, die bis ins Jahr 1314 zurückreichen, zeigen, wie sehr sich der Sport von seinen unkontrollierten, mob-ähnlichen Ursprüngen entwickelt hat. Die Verbote offenbaren, wie ernst die Behörden das disruptive Potenzial des Spiels nahmen. Sie priorisierten Ordnung und militärische Bereitschaft über Freizeitbeschäftigungen. Es ist faszinierend zu bedenken, dass der Sport, der heute für seine Athletik gefeiert wird, einst als gefährliche gesellschaftliche Bedrohung galt.

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