Darmspülung: Entgiftung oder umstrittener Gesundheitstrend?

Gesundheit
Darmspülung: Entgiftung oder umstrittener Gesundheitstrend?

Die Darmspülung ist eine alternative Therapie. Sie spült den Dickdarm, um angebliche Giftstoffe zu entfernen. Wissenschaftliche Belege für ihre Vorteile fehlen weitgehend. Sie birgt zudem potenzielle Gesundheitsrisiken.

Bei der Darmspülung, auch Kolon-Hydrotherapie genannt, wird der Dickdarm mit Wasser gespült. So sollen Abfallstoffe entfernt werden. Befürworter behaupten, es entgifte den Körper und verbessere die Verdauung. Große Gesundheitsorganisationen wie die Mayo Clinic finden jedoch kaum wissenschaftliche Belege dafür. Diese Vorteile gehen nicht über das hinaus, was der Körper natürlich erreicht. Leber und Nieren sind unsere primären Entgiftungsorgane. Historisch wurden Einläufe schon in alten Zivilisationen verwendet. Die Praxis gewann im frühen 20. Jahrhundert an Popularität. Heute wird sie in Wellness-Spas als Entgiftungsmethode vermarktet. Übermäßiger Gebrauch birgt jedoch Risiken. Dazu gehören Dehydration, Elektrolytstörungen oder sogar eine Darmperforation. Experten empfehlen, vor einer Darmspülung einen Arzt zu konsultieren. Eine unsachgemäße Anwendung könnte das Darmmikrobiom stören. Dieses ist wichtig für die Immunfunktion.

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