Garnelen häuten sich, um zu wachsen
Um zu wachsen, werfen Garnelen ihr schützendes Exoskelett ab. Dieser Vorgang heißt Häutung. Er macht sie vorübergehend schutzlos. Doch er ermöglicht größere Körper. Zudem bietet er überraschende nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten.
Garnelen müssen, wie andere Krebstiere, ihre harte äußere Schale abwerfen. Diese Schale nennt man Exoskelett. Nur so können sie wachsen. Dieser Vorgang, die Häutung, macht sie vorübergehend weich und schutzlos. Sie nehmen Wasser auf, um anzuschwellen. Dann platzt die alte Schale auf. Sie winden sich heraus und hinterlassen manchmal eine perfekte, gespenstische Nachbildung. Die Häufigkeit der Häutung variiert. Junge Garnelen häuten sich alle paar Wochen. Erwachsene tun dies seltener. Faktoren wie die Temperatur beeinflussen dies. Diese periodische Verletzlichkeit ist ein Kompromiss. Sie tauschen sie gegen den Schutz ihrer Rüstung ein. Interessanterweise können Menschen diese abgeworfenen Exoskelette nutzen. Sie sind reich an Chitin. Man kann sie für Wundauflagen oder biologisch abbaubare Kunststoffe verwenden. So wird Garnelenabfall zu einer nachhaltigen Ressource.