Kodak erfand die Digitalkamera, ignorierte aber ihr Potenzial
Kodak erfand 1975 die Digitalkamera. Das Unternehmen unterdrückte sie jedoch. Es fürchtete eine Störung seines Filmimperiums. Dies ebnete Rivalen den Weg, die Zukunft der Fotografie zu dominieren.
1975 baute Steven Sasson, ein junger Kodak-Ingenieur, die erste Digitalkamera der Welt. Dieser klobige Prototyp nahm ein 0,01-Megapixel-Schwarz-Weiß-Bild in 23 Sekunden auf. Er speicherte es auf einem Kassettenband. Trotz dieser bahnbrechenden Erfindung fürchtete Kodaks Führung, dass die Digitaltechnologie ihr lukratives Filmgeschäft zerstören würde. Sie patentierten das Gerät, hielten es aber weitgehend geheim. Diese Entscheidung erwies sich als kurzsichtig. Während Konkurrenten wie Sony die Digitaltechnik annahmen, führte Kodaks Zögern zu seinem Niedergang. Das Unternehmen ging 2012 schließlich bankrott. Ironischerweise legte Sassons Erfindung den Grundstein für heutige Smartphone-Kameras. Diese nehmen täglich Milliarden von Bildern auf. Sie veränderten für immer, wie wir unser Leben dokumentieren.