Wie flusshochwasser alte städte bauten
Die saisonalen Überschwemmungen des Tigris lagerten wichtigen Schlamm ab. Sie verwandelten karge sumerische Gebiete in fruchtbare Farmen. Dies führte zu den frühesten Zivilisationen der Menschheit. Es prägte auch die moderne Wasserwirtschaft.
Die jährlichen Überschwemmungen des Tigris waren die Lebensader des alten Sumer. Sie verwandelten von 4500 bis 1900 v. Chr. trockene Gebiete in fruchtbare Farmen. Schmelzender Bergschnee brachte nährstoffreichen Schlamm. Dieser düngte den Boden natürlich für Gerste und Weizen. Diese reiche Ernte förderte das Bevölkerungswachstum. Sie führte zum Aufstieg der ersten Städte der Welt, wie Uruk und Ur. Auch Fortschritte in Schrift und Handel entstanden. Die Sumerer entwickelten innovative Bewässerungssysteme. Damit nutzten sie diese mächtigen, aber unberechenbaren Gewässer. Diese alte Praxis beeinflusst noch heute die Wasserwirtschaft im modernen Irak.