Alte Mesopotamier brannten Ton für dauerhafte Aufzeichnungen
Alte Mesopotamier brannten Tontafeln in Öfen. So schufen sie dauerhafte Aufzeichnungen von Gesetzen, Mythen und Handel. Dies sicherte den Erhalt von Wissen über Tausende von Jahren.
Um 3200 v. Chr. erfanden mesopotamische Schreiber die Keilschrift auf Tontafeln. Viele wurden für Notizen sonnengetrocknet. Wichtige Aufzeichnungen wie Gesetze wurden jedoch in Öfen gebrannt. Dies geschah ähnlich wie bei Keramik. Dieser Brennprozess härtete den Ton. Die Tafeln wurden so wasser-, insekten- und zeitbeständig. Dies sicherte ihr Überleben über Jahrtausende. Diese Neuerung ermöglichte riesige Archive in Tempeln und Palästen. Dort wurde alles dokumentiert, vom Codex Hammurapi bis zu mathematischen Berechnungen. Es war die Geburtsstunde der Schriftgeschichte. Flüchtiges gesprochenes Wissen wurde zu greifbaren, überprüfbaren Aufzeichnungen. Erstaunlicherweise wurden über eine halbe Million solcher gebrannten Tafeln ausgegraben. Sie bieten unschätzbare Einblicke in das antike Leben.