Korallenriffe laichen bei Vollmondlicht
Jährlich setzen Korallen weltweit synchron Eier und Spermien frei. Dies geschieht genau zu Vollmondphasen, um den Fortpflanzungserfolg zu maximieren.
Jedes Jahr bieten Korallenriffe weltweit ein spektakuläres Schauspiel. Sie setzen Milliarden von Eiern und Spermien in den Ozean frei. Dieses Massenlaichen ist genau auf den Mondzyklus abgestimmt, besonders um Vollmonde herum. Das sichert eine erfolgreiche Fortpflanzung. Zum Beispiel laicht Australiens Great Barrier Reef typischerweise ein paar Nächte nach dem November-Vollmond. Dann erreicht das Wasser etwa 28 Grad Celsius. Diese synchronisierte Freisetzung wird durch Mondlicht und Gezeitenrhythmen ausgelöst. Sie ist entscheidend für das Überleben der Korallen. Ohne diese Koordination wären die Chancen, dass Eier und Spermien im weiten Ozean aufeinandertreffen, winzig. Obwohl dies für die Artenvielfalt entscheidend ist, stören steigende Meerestemperaturen diese empfindlichen Zyklen. Dies bedroht zukünftige Korallengenerationen.