Tintenfische bearbeiten ihre RNA, um in kalten Gewässern zu überleben
Tintenfische in kalten Gewässern bearbeiten ihre RNA stark. So passen sie Proteine schnell an. Ihr Nervensystem funktioniert so bei Kälte. Ihre DNA wird dabei nicht verändert.
Tintenfische können ihre eigene RNA außergewöhnlich gut bearbeiten. Dies hilft ihnen, in kalten Umgebungen zu überleben. So funktioniert ihr Nervensystem richtig. Dieser Prozess heißt RNA-Editing. Dabei werden Boten-RNA-Moleküle nach ihrer Herstellung aus DNA verändert. Dies ändert die Proteine, die sie erzeugen. Eine Studie von 2015 zeigte, dass Kaltwasser-Tintenfische RNA bis zu 20-mal mehr bearbeiten. Dies gilt besonders für Gehirn-bezogene Gene. So können sie Proteinstrukturen anpassen. Die elektrische Signalübertragung bleibt auch bei Kälte erhalten. Kälte verlangsamt sonst die molekulare Bewegung. Diese schnelle Anpassung ist sehr wichtig. Sie bietet eine schnellere Reaktion auf Umweltveränderungen. DNA-Mutationen sind viel langsamer. Dies zeigt, wie Kopffüßer mit ihrer komplexen Intelligenz innovative molekulare Werkzeuge entwickelt haben. Die meisten Tiere bearbeiten RNA nur minimal. Tintenfische tun dies jedoch ausgiebig in ihren Neuronen. Dies deutet auf einen Zusammenhang mit ihrer fortgeschrittenen Kognition hin.