Hirsche bilden jedes Jahr größere Geweihe nach
Männliche Hirsche werfen ihr Geweih jedes Jahr ab. Sie bilden dann noch größere Geweihe nach. Dies zeigt den effizienten Erneuerungszyklus der Natur, verbunden mit Alter und Vitalität.
Männliche Hirsche, wie Weißwedel- und Maultierhirsche, werfen ihr Geweih jährlich ab. Dies geschieht typischerweise im Spätwinter oder frühen Frühling. Hormonelle Veränderungen treiben das Wachstum neuer Geweihe an. Sie beginnen fast sofort zu wachsen, ausgehend von knöchernen Ansätzen am Schädel. Diese beeindruckenden Strukturen können bis zu 2,5 Zentimeter pro Tag wachsen. Anfangs sind sie von einem samtigen Überzug bedeckt, der wichtige Nährstoffe liefert. Im Herbst fällt der Samt ab. Dann kommen die gehärteten Geweihe zum Vorschein, bereit für die Paarungszeit. Diese jährliche Erneuerung ermöglicht es Hirschen, sich an saisonale Anforderungen anzupassen. Sie können so auch Energie sparen. Jüngere Böcke zeigen den größten Größenanstieg. Geweihe signalisieren Gesundheit und genetische Qualität. Sie ziehen Partner an und schrecken Rivalen ab. Das Geweih eines gesunden Hirsches kann im Alter von etwa 4 bis 6 Jahren über 90 Zentimeter breit sein. Es kann bis zu 9 Kilogramm wiegen.